Asylsuchende in Klipphausen machen mit! Naustadt 07.11.2015

Asyl-Netzwerk Klipphausen bindet neue Mitbürger aktiv in die Ausgestaltung des Alltags ein

Asylsuchende in Klipphausen machen mit

Immer wieder hört man von Übergriffen auf Asylsuchende und Asylunterbringungen. Immer wieder wird lautstark gegen Asylsuchende demonstriert. Zu oft hört man, dass schutzsuchende Menschen hier nicht willkommen sind und sich nicht recht integrieren wollen.

Anders läuft das in Klipphausen. Hier haben sich dutzende Ehrenamtliche zu einem Asyl-Netzwerk Klipphausen (fortan ANWK) zusammengefunden, um neuankommenden Flüchtlingen und Asylsuchenden den Weg in das neue Leben zu erleichtern. Verschiedene AGs sorgen neben der Verwaltungs- und Pressearbeit für Aktivitäten und Beschäftigung für Asylsuchende.

Am Samstag, den 7.11. 2015 organisierten Mitglieder des ANWK die Teilnahme von in Klipphausen untergekommenen Asylsuchenden am Baumpflanzfest der Grundschule Naustadt. „Mama Narjes“ mit den beiden kleinen „Anas“ (5 Jahre) und „Suher“ (8 Jahre) aus Syrien halfen bei der Pflanzung eines Birnen- und eines Apfelbaumes. Weitere Mitglieder des ANWK arbeiteten gemeinsam mit zwölf jungen Männern aus Syrien, Pakistan und dem Irak an der Baumpflege – ein großer Aufgabenteil war dabei, die Bäume zu beschneiden und so auf den Winter vorzubereiten.

Anschließend trafen sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der Schule zum gemeinsamen Kaffeetrinken. Die deutschen Lehrer, Eltern und Helfer waren den neuen Gästen gegenüber aufgeschlossen und interessiert. Eine Lehrerin zeigte den Mädchen die Klassenzimmer der Grundschule und eine ehrenamtliche Mitarbeiterin des ANWK besuchte im Anschluss an das Baumpflanzfest die syrische Familie zu Hause. Dort wurde sie auf einen Tee mit der Familie und deren „Onkel Akram“ eingeladen.

Integration bedeutet also nicht nur: „Ihr seid die Fremden, ihr müsst euch anpassen.“ Vielmehr bedeutet es die Zusammenarbeit von Fremden und Einheimischen, ein Miteinander, ein Neugierig-Aufeinander-Sein und vor allem bedeutet es, offen und tolerant zu bleiben, und zwar beide Seiten. So hat das ANWK bisher gearbeitet – und das mit höchsten Erfolgen. Wir werden so weiter machen und sind uns sicher, dass wir so eine sinnvolle und glückbringende Integration der Neuankömmlinge vorantreiben können und so sowohl den Asylsuchenden, als auch den Einheimischen gerecht zu werden.